Die gemeinsame Weinwanderung von Weinmanufaktur Stuttgart und top Magazin führte an Christi Himmelfahrt auf einer eigenen Route hinauf zum Ailenberg und bot dort neben herzhaftem Vesper und Wein einen Ausblick, der selbst eingefleischte Stuttgarter staunen ließ.
Der Weinwandertag der Weinmanufaktur Stuttgart zählt längst zu den beliebtesten Veranstaltungen der Region. Jahr für Jahr strömen viele Tausend Menschen durch die Weinberge rund um Obertürkheim, genießen die besondere Atmosphäre zwischen Reben und Aussichtspunkten und feiern die Stuttgarter Weinkultur dort, wo sie entsteht. Gemeinsam mit dem top magazin Stuttgart entschied sich die Weinmanufaktur diesmal jedoch bewusst für eine eigene, etwas ruhigere Route hinauf auf den Ailenberg. Rund 60 Gäste waren der Einladung zur gemeinsamen Weinwanderung gefolgt und ließen sich auch von ein paar dunklen Wolken die Feiertagslaune nicht vermiesen. Der Weg hinauf „top of the hill“ führte mitten durch die Weinberge — und je höher die Gruppe kam, desto spektakulärer wurde die Aussicht. Oben, unterhalb des Ailenbergturms, öffnete sich jener beeindruckende Rundumblick, der selbst viele Stuttgart-Kenner überraschte: das Neckartal, die Steillagen, der Hafen, die Industrieanlagen am Wasser, dazwischen Reben und grüne Hänge.





Unterhalb des Turms wartete schließlich eine Szenerie, wie man sie sonst eher aus südlichen Weinregionen kennt: lange Tafeln zwischen den Reben, Weingläser in der Hand und entspannte Gespräche.Frank Votteler und Hans Weidhofer verliehen dem Nachmittag einen passenden Soundtrack. Statt klassischer Hintergrundmusik legten die beiden lässige elektronische Sounds und entspannte Beats über die Szenerie, genau passend zur Stimmung zwischen urbanem Lifestyle und Weinberg-Romantik. Spätestens als sich kurz die Sonne durch die Wolken schob, wirkte der Platz unterhalb des Ailenbergs fast wie eine kleine Rooftop-Session mitten in den Reben. Dazu servierte Familie Trautwein, bekannt aus dem Knitz und dem Restaurant Zur Linde ein herzhaftes Vesper, unkompliziert und hochwertig zugleich. Mit allem, was das Wanderherz begehrt.
Ein echtes Highlight waren die frischen Brote sowie der Hefezopf von Bäcker Baier aus Herrenberg, der sich gemeinsam mit seinem Sohn bereits frühmorgens in die Backstube gestellt hatte. So wurde eine besondere Brotauswahl geboten und zum Nachtisch noch Hefezopf. Die Weinmanufaktur Stuttgart präsentierte an diesem Nachmittag ihre prämierten Weine mit sichtbarem Stolz. Besonders der frische Sauvignon Blanc traf den Geschmack vieler Gäste — leicht, aromatisch und perfekt für diesen Feiertag zwischen Sonne und Wolken. Später entwickelte sich der Lemberger fast beiläufig zum Favoriten des Nachmittags: kraftvoll, würzig und gleichzeitig erstaunlich elegant.


Geschäftsführerin Saskia Wörthwein sprach immer wieder darüber, welche Bedeutung solche Veranstaltungen inzwischen haben. Menschen möchten wieder zusammenkommen und feinen Wein, wo er entsteht, und zugleich aber auch ihre Region neu entdecken. Tobias Bubeck, Vorstandsmitglied der Weinmanufaktur Stuttgart, erklärte den Gästen die Besonderheiten der Stuttgarter Steillagen und sprach über die enorme Arbeit hinter jeder Flasche. Michael Warth, ebenso Vorstand der Weinmanufaktur Stuttgart, begrüßte Gäste und sorgte dafür, dass aus der Wanderung schnell ein gesellschaftlicher Nachmittag wurde. Es entstand jene seltene Mischung aus Genuss, guten Gesprächen und regionalem Stolz, die man nicht künstlich erzeugen kann.
Der Weinwandertag zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Stuttgarter Weinlandschaft steckt. Weinveranstaltungen wie diese sind längst mehr als reine Genussmomente. Sie verbinden Menschen, stärken die regionale Identität und machen sichtbar, welchen kulturellen Wert die Weinberge für Stuttgart besitzen.
Oder wie es an diesem Nachmittag mehrfach hieß: Man müsse diese besondere Weinkultur lebendig halten — für die Wengerter, für die Gäste und für Stuttgart.

