Zwischen Ballwechseln & Begegnungen

top magazin meets Porsche Tennis Grand Prix 2026. 

Als beim diesjährigen Porsche Tennis Grand Prix der erste Aufschlag durch die Porsche-Arena hallte, war sie sofort wieder da: diese besondere Mischung aus Tempo, Mut und starken Nerven. Und die einzigartige Strahlkraft dieses Weltklasseturniers, die nie am Court endet, sondern sich bis in die Ränge, in die Lounge und in all das erstreckt, was zwischen den Ballwechseln entsteht. 

Mitte April wurde die Porsche-Arena zum Doppelschauplatz: auf dem Court Hochleistung und große Emotionen, abseits davon ein Highlight-Event, das ebenfalls besonderen Eindruck hinterließ: top magazin meets Porsche Tennis Grand Prix 2026. Eine ausgewählte Runde starker Frauen, die geladen wurden, um gemeinsam mitzufiebern, die VIP-Lounge und den erstklassigen Service zu genießen, Einblicke hinter die Kulissen zu gewinnen und vor allem, um sich auszutauschen. Das gute Gefühl, für ein paar Stunden unter Menschen zu sein, die nicht nur den Tennissport lieben, sondern sich auch ähnliche Fragen an das Leben stellen: Wie bleibt man bei sich, wenn es ernst wird? Wie trägt man Verantwortung, ohne sich selbst zu verlieren? Und wie findet man zurück in die eigene Mitte, wenn der Druck außen zu groß wird.

Auf dem Centre-Court: geballte Klasse. Elena Rybakina, Coco Gauff, Mirra Andreeva. Und mittendrin auch deutsche Tennispower, die das Publikum immer wieder besonders trug: Laura Siegemund war vor Ort, genauso wie Eva Lys und Ella Seidel, die in Stuttgart im Hauptfeld standen.

Diese Klasse zeigte sich nicht nur auf dem Centre-Court. Sie setzte sich fort im Panel-Talk des top-magazin-Events. Dort wurde
sie greifbar. Unter dem Leitgedanken Spiel-Verantwortung – Wirkung entwickelte sich ein Talk, der schnell wegführte von der
Oberfläche und hin zu dem, was Leistung im Kern ausmacht. Moderatorin Emma von Bergenspitz eröffnete das Panel mit einem Blick auf das, was hinter Leistung oft unsichtbar bleibt: Leidenschaft, Druck, Unterstützung und das, was Menschen wirklich trägt, wenn es schwierig wird. 

Mit Anke Huber, der  zweimaligen Siegerin des Porsche Tennis Grand Prix und heute Sportlichen Leiterin des Turniers, Christine Hahn, die seit Jahren mit Menschen in Hochleistungssystemen arbeitet, und der 17-jährigen Nachwuchsspielerin Julia Stusek
aus dem Porsche Talent Team trafen drei Perspektiven aufeinander, die unterschiedliche Phasen eines Weges abbildeten und
sich genau darin ergänzten. Besonders Julia Stusek brachte eine Offenheit in das Gespräch, die berührte. Sie sprach von ihrer ambivalenten Beziehung zum Tennis: von der Liebe zu diesem Sport und gleichzeitig von den Momenten, in denen es schwer wird, es keinen Spaß macht und man trotzdem weitermachen muss und auch will. Eine Ehrlichkeit, die sichtbar machte, wie nah Leidenschaft und Belastung im Leistungssport beieinanderliegen.

Anke Huber griff aus der Erfahrung einer Karriere auf höchstem Niveau diesen Gedanken auf. Der Übergang vom Spiel zur Leistung sei kein klarer Schnitt, sondern ein Prozess. Mit ihm komme eine Realität, die von außen oft unsichtbar bleibt: Disziplin, Erwartungen, Druck und die Notwendigkeit, sich immer wieder neu auszurichten.

Christine Hahn öffnete den Blick über den Sport hinaus. Leistung brauche mehr als Talent und Disziplin. Sie brauche ein Umfeld, das trägt, und die Fähigkeit, sich selbst nicht zu verlieren. Gerade dort, wo Erwartungen steigen und Verantwortung wächst. Immer wieder verband die Moderation diese Perspektiven miteinander und führte sie zurück zu einer zentralen Frage: Was gibt Halt, wenn es schwierig wird? Die Antworten lagen nicht in großen Konzepten, sondern in einfachen, aber entscheidenden Dingen:

Vertrauen, Beziehungen, Klarheit über den eigenen Weg und auch, was Menschen bereit sind zu tragen, wenn ihnen etwas wirklich wichtig ist.

Am Ende noch mal der Blick auf den Moment, wenn man spürt, Teil von etwas Größerem zu sein. Auf dem Platz. Im Team. In einem Turnier wie diesem. Genau dort entsteht das, was den Porsche Tennis Grand Prix ausmacht: nicht nur sportliche Spitzenleistung, sondern eine Atmosphäre, die verbindet. Auch das Finale des Porsche Tennis Grand Prix 2026 zeigte genau das, wovon im Panel-Talk des top-magazin-Events gesprochen wurde: bei sich bleiben, selbst wenn die Anspannung steigt. Elena Rybakina krönte sich nach 2024 auch in diesem Jahr erneut zur Stuttgarter Königin, gewann den Titel mit 7:5, 6:1 gegen Karolína Muchová und damit nicht nur den Pokal, sondern auch einen Traum auf vier Rädern: ein Porsche 911 Carrera S Cabriolet. Rybakina selbst sagte: „Es ist so ein tolles Turnier, ich möchte jedes Jahr wiederkommen. Wir Spielerinnen genießen die Zeit in Stuttgart.“

Von Kathinka Kirschner | Fotos: Maks Richter

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